„Da weinte Jesus.“ (Joh 11,35)
Zwei Worte.
Mehr braucht es nicht.
Jesus steht am Grab seines Freundes.
Er sieht die Trauer.
Er hört das Schluchzen.
Er spürt den Riss, der durch eine Familie geht.
Und er weint.
Gott mit Tränen in den Augen.
Vielleicht kennst du diesen Moment.
Du sitzt am Küchentisch, der Brief vom Amt liegt vor dir, Zahlen, die Druck machen.
Du stehst am Bett eines Menschen im Krankenhaus und suchst nach Worten.
Du gehst durch die Straßen, zwischen Läden, Stimmen, Verkehr, und in dir ist es still und schwer.
Du funktionierst im Job, bringst dein Kind zur Schule, lächelst im Gespräch – und abends kommt die Erschöpfung wie eine Welle.
Du schaust auf dein Leben und fragst dich, wann es leichter wird.
„Da weinte Jesus.“
Du stehst frühmorgens mit einer Tasse Kaffee am Fenster. Der Himmel ist grau, der Kopf schon voll. Rechnungen, Gespräche, Verantwortung.
Du liest eine Diagnose.
Du verabschiedest dich am Bahnsteig.
Du räumst das Zimmer eines Menschen aus, der fehlt.
Du streitest dich mit jemandem, der dir viel bedeutet, und die Worte hängen noch Stunden später in der Luft.
„Da weinte Jesus.“
Dieser Vers stellt sich an deine Seite.
Er setzt sich neben dich auf die Bank am Kanal.
Er bleibt bei dir im Wartezimmer.
Er steht mit dir am Grab.
Er hält deine Geschichte aus.
Tränen sind Ausdruck von Liebe.
Von Sehnsucht.
Von Verbundenheit.
Jesus weint, weil Menschen ihm wichtig sind.
Weil Beziehungen zählen.
Weil Verlust Gewicht hat.
Vielleicht darf der März ein Raum werden, in dem du weich sein kannst.
In dem dein Herz sprechen darf.
In dem deine Tränen einen Platz haben.
Gott begegnet dir mit offenen Augen.
Mit offenem Herzen.
Mit Tränen, die zeigen:
Dein Leben berührt den Himmel!
Pastorin Rebecca Assif