Monatsspruch April 2026 „Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Johannes 20, 29

Bei dem Monatsspruch für April finden wir uns in einer Geschichte kurz nach Ostern im Johannesevangelium wieder. Jesus ist von den Toten auferstanden und hat sich seinen Freund*innen gezeigt. Nur Thomas war bei diesem Treffen nicht dabei und konnte den Berichten seiner Freund*innen einfach nicht glauben. Erst als Jesus eine Woche später auf Tomas stößt und er die Wunden der Kreuzigung von Jesus sieht und berührt, erst dann glaubt Thomas, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Jesus begegnet dem mit unserem Monatsspruch: „Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

 

Immer wieder höre ich Sätze wie: „Ich weiß gar nicht, ob ich das glauben kann“ oder „So richtig glaube ich nicht“ und vermehrt sehe ich in den sozialen Medien eine Gruppe von Influencern, (Menschen, die aus ihrem Alltag berichten und richtige Stars im Internet sind) die anderen den „rechten“ Glauben absprechen wollen.

Doch was heißt es zu glauben? Glauben ist für mich fernab von Wissen, welches wir in Schule und Forschung vermittelt bekommen. Unser Glaube entzieht sich an vielen Stellen der Wissenschaft. Glaube ist etwas viel Wunderbareres. Im ihm steckt für mich viel mehr als das reine Wissen. Für mich ist er viel mehr ein Gefühl und die Hoffnung - die Hoffnung auf eine bessere Welt und die Hoffnung auf das ewige Leben, dass wir für uns liebe Menschen wieder sehen und mit ihnen wieder vereint sein werden. Das macht für mich den Glauben aus. Eben weil wir Jesu Jüngern und deren Berichten glauben. Ich glauben ihnen, wenn sie sagen: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden“ (Lk 24, 34) und dennoch ist es immer wieder schwer und jeder Glaube kann ins Wanken geraten. Um so verständlicher finde ich es, dass Thomas seinen Freund*innen dieses Wunder nicht glauben konnte. Nicht weil er es nicht wollte, sondern weil es ihm schwer fiel, ohne Beweise seinen Glauben, seine Hoffnung aufrechtzuhalten.

 

Und jetzt frage dich einmal: Woran glaubst du?

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